Der APG-Lehrgang „Psychotherapeutisches Propädeutikum“ (APG-LPP) besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der theoretische Teil besteht aus 765 Stunden, der praktische Teil umfasst mindestens 560 Stunden.

 

Die Aufnahme bzw. der Einstieg in den APG-LPP ist bei Erfüllung der gesetzlichen Erfordernisse jederzeit möglich.

 

I. Theoretischer Teil:

A.     Grundlagen und Grenzbereiche der Psychotherapie

A.1.  Einführung in die Problemgeschichte und Entwicklung der psychotherapeutischen Schulen (120 Std.)

A.2.  Persönlichkeitstheorien (30 Std.)

A.3.a. Allgemeine Psychologie (30 Std.)

A.3.b. Entwicklungspsychologie (30 Std.)

A.4.  Rehabilitation, Sonder- und Heilpädagogik (30 Std.)

A.5.  Psychologische Diagnostik und Begutachtung (60 Std.)

A.6.  Psychosoziale Interventionsformen (60 Std.)

B.     Grundlagen der Somatologie und Medizin

B.1.  Einführung in die medizinische Terminologie (30 Std.)

B.2.  Psychiatrie, Psychopathologie und Psychosomatik aller Altersgruppen (120 Std.)

B.3.  Psychopharmakologie (45 Std.)

B.4.  Erste Hilfe in der psychotherapeutischen Praxis (15 Std.)

C.     Grundlagen der Forschungs- und Wissenschaftsmethodik (75 Std.)

D.     Fragen der Ethik (30 Std.)

E.     Rahmenbedingungen für die Ausübung der Psychotherapie

        (90 Std.)

 

Die theoretischen Lehrveranstaltungen finden hauptsächlich an Wochenenden und vereinzelt an Wochentagen (ab 16.30 Uhr) statt. Die Absolvierung des APG-LPP ist berufsbegleitend möglich. Das Angebot der theoretischen Lehrveranstaltungen ist so konzipiert, dass eine Absolvierung des Lehrganges in 4 Semestern möglich ist. Der Besuch von Lehrveranstaltungen ist sowohl in Wien, als auch in Oberösterreich möglich.

 

II. Praktischer Teil:

F.1.   Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung (mind. 50 Std.)

F.2.   Praktikum unter fachlicher Anleitung (mind. 480 Std.)

F.3.   Praktikumssupervision (mind. 30 Std.)

 

Als Voraussetzung für die Anrechnung sowohl der Selbsterfahrung als auch der Supervision gilt, dass diese Teile von einer/einem in der Psycho­therapeutInnenliste eingetragenen Psychotherapeutin/Psychotherapeuten durchgeführt wurden. Selbsterfahrung und Supervision werden nur angerechnet, wenn sie nicht länger als 5 Jahre zurückliegen.

Für die Selbsterfahrung ist es außerdem notwendig, dass der/die Psychotherapeut/in über eine Zusatzbezeichnung verfügt (ipp.bmg.gv.at).

Es wird empfohlen, Selbsterfahrung und Supervision bei unterschiedlichen Psychotherapeutinnen zu absolvieren; wenn Selbsterfahrung und Supervision bei dem/derselben Psychotherapeutin absolviert werden, so hat dies zeitlich versetzt zu erfolgen.