Selbstfürsorge im therapeutischen Kontext
Detaillierte Beschreibung
Psychotherapeutische Arbeit bedeutet, sich auf andere Menschen, ihre Erfahrungen, Krisen und ihr Leiden einzulassen. Bereits während des verpflichtenden Praktikums im psychotherapeutischen Propädeutikum können Ausbildungskandidat*innen erleben, dass Begegnungen nachwirken, eigene
Grenzen berührt werden oder die Frage entsteht, wie viel Nähe, Verantwortung und emotionale Beteiligung gut getragen werden können.
In dieser Supervision nehmen wir Erfahrungen, Fallbeispiele und konkrete Situationen aus dem Praktikum der Teilnehmer*innen zum Ausgangspunkt. Wir beschäftigen uns damit, wie eigene Belastungsgrenzen wahrgenommen werden können, was im Kontakt mit Patient*innen und
Klient*innen nachwirkt und wie wir mit Situationen umgehen, die uns besonders beschäftigen, berühren oder fordern.
Aus einer konsequent personzentrierten Perspektive verstehen wir Selbstfürsorge dabei nicht als Rückzug aus der Beziehung, sondern als Teil professioneller Beziehungsfähigkeit. Die eigene Person ist im therapeutischen Prozess nicht neutral oder austauschbar. Eigene Gefühle, körperliche Reaktionen,
Irritationen und Grenzen wahrnehmen und ernst nehmen zu können, gehört deshalb auch zur Entwicklung einer tragfähigen therapeutischen Haltung.
Gemeinsam reflektieren wir, was es bedeutet, für andere Menschen präsent zu sein, ohne die eigene Person aus dem Blick zu verlieren: Wo endet meine Verantwortung? Was darf bei meinem Gegenüber bleiben? Wie erkenne ich, wann eine Begegnung mich übermäßig beansprucht? Und was brauche ich, um langfristig offen, zugewandt und beziehungsfähig bleiben zu können?
Umfang: 5 Arbeitseinheiten
Kosten: € 120,– pro Person
Teilnehmer*innenzahl: maximal 10 Personen
Veranstaltungsort
Person im Zentrum
D’Orsaygasse 3–5/1/17, Dachgeschoss
1090 Wien
Veranstalterin und Supervisorin
Dr.in Pia Wegleitner-Ceppel | Psychotherapeutin (personzentrierte Psychotherapie), Psychologin
Anmeldung
personimzentrum@icloud.com